Konfessionelle Kooperation

Unsere Gesellschaft verändert sich, mit ihr auch die Rolle der Religionen und die gesellschaftliche Position der Kirchen. „Religion“ ist nicht mehr selbstverständlich, und ihre „feinen Unterschiede“ sind für viele schwer greifbar. Aufgrund dessen haben die Kirchen in Baden-Württemberg den Rahmen für einen konfessionell-kooperativen Unterricht (KoKo) geschaffen und unterstützen ihn.

Für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht gilt:

  • Er findet innerhalb der Standardzeiträume statt (Klassen 1/2, 3/4, 5/6, 7/8, 9/10), ggf. in mehreren (z. B. Klasse 5/6 und Klasse 7/8).
  • Er erfolgt im Wechsel durch eine katholische und eine evangelische Lehrkraft (i. d. R. mit dem Schuljahreswechsel); beide verstehen sich als Team, unterrichten aber meist „einzeln“.
  • Er belässt die Klassen möglichst zusammen und führt nicht automatisch zu größeren Lerngruppen, wie bisweilen befürchtet oder behauptet wird.
  • Er vermittelt Kenntnisse über die jeweils andere Konfession und setzt sich verstärkt mit der eigenen auseinander.
  • Er setzt einen Unterrichtsplan für die beiden Schuljahre voraus. Es gibt für alle Standardzeiträume zwei fertig ausgearbeitete Beispielcurricula als Hilfestellung.
  • Er kann durch die Schulleitungen über die Schuldekan:innen bis zum 1. März für das Folgeschuljahr beantragt werden. Voraussetzung ist ein Mehrheitsbeschluss der Fachschaften Religion.
  • Die Anträge werden an das jeweilige evangelische und katholische Schuldekanatamt geschickt. Über Erstanträge entscheiden die Kirchenleitungen/HA Schulen, über Folgeanträge die Schuldekan:innen.

Infos, Antragsformulare und Beispielcurricula unter

https://schulen.drs.de/religionsunterricht/konfessionelle-kooperation/downloads-koko.html