Aktuelles

Stand: 25.04.2022

 

Krieg in der Ukraine

"Nach Jahrzehnten des Friedens herrscht seit heute wieder Krieg in Europa. Schockiert schauen wir in die Ukraine, die seit dem frühen Morgen der militärischen Invasion Russlands ausgesetzt ist. Schon jetzt bedeutet die Situation für die Menschen in den Kriegsgebieten unsägliches Leid.
Der Krieg mitten in Europa zeigt, wie brüchig der Friede ist. Unsere Gedanken und Gebete sind heute besonders bei den Menschen in den umkämpften Gebieten in der Ukraine, die in diesem sinnlosen Krieg Leid erfahren oder bereits erfahren haben.
Besonders denken wir an die Menschen aller Religionen, die Gott um Frieden bitten – insbesondere an unsere christlichen Glaubensgeschwister, der katholischen und orthodoxen Kirche. Unserer gemeinsamen christlichen Glaubensüberzeugung nach besteht der irdische Friede „nicht darin, dass kein Krieg ist; er lässt sich auch nicht bloß durch das Gleichgewicht entgegengesetzter Kräfte sichern; er entspringt ferner nicht dem Machtgebot eines Starken; er heißt vielmehr mit Recht und eigentlich ein "Werk der Gerechtigkeit" (Jes 32,17).“ (Gaudium et spes, 78). Er setzt die Achtung der Menschenrechte, Gerechtigkeit und Freiheit, die Förderung der internationalen Ordnung und die Stärkung des Völkerrechts voraus.
Gott stehe allen bei, die derzeit Verantwortung tragen und in deren Händen es liegt, das Leid schnell zu beenden und weitere Opfer zu verhindern. Er leite die Aggressoren zur Umkehr und stärke all jene, die eine friedliche Lösung des Konflikt voranbringen. 
Bitten wir Gott in diesen schweren Stunden, dass er uns seinen Frieden schenke!

Rottenburg, 24. Februar 2022
Bischof Dr. Gebhard Fürst"

Hilfreiche Links:

Neue Publikation zu St. Martin: „Es ist mir nicht erlaubt zu kämpfen“

St. Martin: Mantelteiler. Kriegsdienstverweigerer. Friedensstifter

Das zum Martinstag 2021 erschienene Buch zeigt den Heiligen Martin als Friedensstifter und legt damit den Schwerpunkt auf einen weniger bekannten Aspekt des Lebens und Wirkens Martins von Tours: seiner Abkehr vom Soldatendienst in der Armee des römischen Kaisers, seinem Auftreten als Streitschlichter und seinem Einsatz für Andersdenkende. Mit anderen Worten: Der neue Band zeigt den Heiligen als Vorbild für gewaltfreies Handeln, gegen den Einsatz von Waffengewalt und für ein friedliches Zusammenleben.

Zentrales Anliegen der knapp 160 Seiten umfassenden Neuerscheinung ist es, Menschen, die sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit der Martinsüberlieferung beschäftigen, neue Impulse und Ideen an die Hand zu geben, um St. Martin ein Stück weit neu zu entdecken und für die Aktualität seiner Botschaft zu sensibilisieren. Neben historischen Hintergründen werden in dem Buch darum auch pädagogische Materialien für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung gestellt.

Herausgegeben wurde der Band vom Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart der Internationalen Katholischen Friedensbewegung pax christi, der Martinus-Gemeinschaft und dem Religionspädagogischen Institut Stuttgart.

Das Buch wird von den Herausgebern kostenlos zur Verfügung gestellt und ist in der Printversion zu beziehen über:
pax christi - Internationale Katholische Friedensbewegung
Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart
Postfach 70 01 37, 70571 Stuttgart
Telefon: 0711 9791-4841 oder -4842
E-Mail: paxchristi-rs(at)bo.drs.de 

Das Buch steht auch als Download zur Verfügung: Link (PDF).

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Unser Bischof zur Verleihung der Missio Canonica in Ditzingen

Bischof Dr. Gebhard Fürst war am 11.07.2021 zu Gast in St. Maria, Ditzingen. Er verlieh im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes mit Dekan König 47 Lehrerinnen und Lehrern aus der Nordhälfte der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Missio Canonica. „Menschen mit dem Feuer des Evangeliums anzustecken, gelingt nur, wenn wir dessen Botschaft in unser Herz dringen lassen“, gab Bischof Dr. Gebhard Fürst den Religionslehrer*innen mit auf den Weg. Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Festausschuss der Gemeinde Vesper-Päckchen und Getränke zum Mitnehmen vorbereitet. Einige Gäste verweilten noch auf dem Vorplatz mit dem Bischof und Ordinariatsrätin Augustyniak-Dürr bei einem persönlichen Gespräch.

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Umgang mit der Corona-Krise

10 Thesen, warum der RU in der Corona-Zeit unverzichtbar ist: pdf

Warum ich bleibe - Flyer des Dekanats Ostalb als pdf

Aktuelles schulseelsorgliches Material für Sie und Ihre Schüler*innen aus dem Referat Schulpastoral: Link
Die Jugendseite des BDKJ zur Krise: Hier

Hilfreiche Impulse der Fachstelle Medien: Link
Fairtrade-Materialien für den digitalen Unterricht: Hier

Der Religionslehrertag mit Bischof Fürst in Obermarchtal, der für den 19. Juni 2021 vorgesehen war, wird auf den 17. Juni 2023 verschoben. 

Homepage des Kultusministeriums: Link

Homepage der Diözese mit aktuellen Informationen, Gottesdienst-Materialien etc.: Link
Gottesdienst-Livestreams aus verschiedenen Kirchengemeinden unserer Diözese: Hier
Digitale Gottesdienste im Dekanat Ludwigsburg: Link

 

MORGEN WIRD EIN ANDERER TAG SEIN

Morgen wird ein anderer Tag sein,
eine andere Sonne wird aufgehen,
die Lerchen werden singen.
Es wird mehr Leben haben.

Morgen wird ein anderer Tag sein.
Neues Lächeln wird erblühen,
so frisch und neu belebt
wie plätscherndes Wasser.

Morgen wird ein anderer Tag sein
Und dann werde ich hüpfen
Freudig wie eine Amsel.
Das Leben wird mir noch mehr gehören.

Ja, morgen wird ein anderer Tag sein.
Jubel und Hoffnung
Werden sich alsdann vereinigen.

Fliehend wird der Tod davoneilen,
ohne seine Niederlage zu verbergen.

Er wird sich vor dem Leben verneigen.

                               Luis Zambrano

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Begegnungs- und Dialogprojekt „Likrat“

In Zusammenhang mit der Bekämpfung antisemitischer Haltungen in Schulen wollen wir auf folgendes Angebot hinweisen:

„Likrat“, ein Projekt, das seit 2017 vom Zentralrat der Juden in Deutschland getragen wird, ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen Zugang zum Thema Judentum im Peer-to-Peer-Ansatz. Durch einen Besuch eines 2er-Teams von jüdischen Jugendlichen aus der Region in einer Schulklasse, bei dem sie ihr persönliches Judentum vorstellen, wird ein unbefangenes Gespräch „auf Augenhöhe“ mit den sogenannten Likratinos ermöglicht. Likratinos sind jüdische Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, die im Vorfeld eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen haben. Sie haben gelernt, das Judentum aus neuen Perspektiven zu betrachten und mit kritischen Fragen zum Judentum umzugehen. Diese Begegnung soll Vorurteilen und antisemitischen Ressentiments entgegenwirken, denn die Schülerinnen und Schüler lernen ein authentisches und gegenwartsbezogenes Judentum kennen. In der Klasse soll so ein offenes und niedrigschwelliges Gespräch der gleichaltrigen Dialogpartnerinnen und -partner mit ähnlichen Erfahrungshorizonten entstehen. Für eine Begegnung sollte etwa eine Doppelstunde eingeplant werden. Das Angebot wendet sich an alle Schularten, bevorzugt der Klassenstufen 9 bis 12, im Rahmen des Unterrichts in den Fächern Religion, Ethik, Geschichte oder Gemeinschaftskunde. Likrat eignet sich ebenso für Projekttage.

Ein Besuch der Likratinos in Schulklassen kann über folgende Internetseite angefragt werden: http://www.likrat.de/ (http://p.newslettertogo.com/alyrd6pz-wng416qt-57ktriqe-xb1 "Likrat")

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Neu: Broschüre "Lernentwicklung rückmelden im Religionsunterricht der Sek I"

Mit Hinweisen und fachbezogenen Formulierungsvorschlägen für den Lernentwicklungsbericht an Gemeinschaftsschulen

Lernende sind auf eine regelmäßige Rückmeldung zu ihrer Lernentwicklung angewiesen. Nur dann wissen sie, wo sie stehen, was die nächsten Schritte für sie sind und welche Ziele sie erreichen können. So werden sie zu Mitgestaltern ihres Lernweges. Das gibt Sicherheit und motiviert.
In der von der Hauptabteilung Schulen / Religionspädagogische Koordinierungsstelle herausgegebenen Broschüre erhalten Sie Anregungen für eine lernförderliche Rückmeldepraxis im Religionsunterricht der Sekundarstufe I. Die Broschüre enthält außerdem Formulierungshilfen für den Lernentwicklungsbericht an Gemeinschaftsschulen auf der Basis des Fachplans Katholische Religionslehre (Gemeinsamer Plan für die Sekundarstufe I, Baden-Württemberg 2016).
Die Broschüre steht als Download zur Verfügung.

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Stop Antisemitismus! Antisemitismus im Alltag kommt oft versteckt daher - lassen Sie ihn nicht durchgehen! Eine neue Webseite hilft dabei.

www.stopantisemitismus.de lautet die Adresse - ein bisher einzigartiger Zusammenschluss von bundesweiten Initiativen und Einzelpersonen gegen Antisemitismus: Lehrkräfte, Pädagogen und Pädagoginnen, Multiplikatoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter des Zentralrats der Juden und des Zentralrats der Muslime, zivilgesellschaftliche Akteure, Stiftungsvertreter und -vertreterinnen, Psychologinnen und Psychologen, Journalistinnen und Journalisten – eine Gruppe mit interreligiöser und transkultureller Kompetenz und langjähriger Erfahrung im Erkennen, Erforschen und Bekämpfen von Antisemitismus. Ins Leben gerufen wurde das Projekt im Mai 2018 von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Über einen Zeitraum von einem Jahr hat die Gruppe die Inhalte für diese Website erarbeitet – mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft für alltäglichen Antisemitismus zu sensibilisieren, zu informieren und Hilfestellung zu bieten.

Der Antisemitismus-Beauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, sagte im Juni bei der Vorstellung seines Jahresberichtes: "Wenn wir uns dem Anstieg des Antisemitismus und damit auch dem Extremismus und dem Terrorismus entgegenstemmen wollen, müssen wir alle bereit sein, tiefer einzusteigen und engagiert tätig zu werden", "floskelhafte Beschwörungen ohne konkretes Tun" reichten nicht aus.

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Neue Unterrichtsmaterialien zum Download

Auf unserer Hompage finden Sie auch immer aktuelle Materialien und Handreichungen zum Download. Neu sind z.B. ein Themenheft zu "30 Jahre Kinderrechte" oder Erklärvideos zum "Fairen Handel" und "Klimawandel".

Material-Download

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Neue Handreichung: Religiöse Feiern im multireligiösen Kontext der Schule

Wie kann in Schulen die Welt gemeinsam ins Gebet genommen werden? Die neue Arbeitshilfe gibt vielfältig grundsätzliche Orientierungen für Beten und Feiern im multireligiösen Schulkontext. An konkreten Modellen zeigt sich, wie ein verantwortliches Miteinander gestaltet werden kann.

Die Handreichung wurde in ökumenischer Kooperation für Schulen in Baden-Württemberg erstellt und von Vertretern aus Islam, Alevitentum und Judentum kritisch begutachtet. Sie ging allen Schulen in Papierform zu.
PDF-Datei

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Materialsammlung für Lehrkräfte zur besseren Vermittlung des Judentums in der Schule

Die Kultusministerkonferenz (KMK) und der Zentralrat der Juden in Deutschland haben zur Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer eine kommentierte Materialsammlung zur Vermittlung des Judentums in der Schule erstellt. Mehr darüber finden Sie hier.

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